|
| Indische Laufenten | |
|
|
Indische Laufenten
Indische Laufenten

Seit Mai 2002 leben Indische Laufenten bei uns. Zur Anschaffung haben wir uns nach reiflicher Überlegung entschieden, weil wir etwas gegen die Schneckenplage in unserem Garten tun und gleichzeitig auch Eier aus eigener Produktion genießen wollten.


Außerdem sieht es unglaublich witzig aus, wenn die hochaufgerichteten Enten durch den Garten „joggen“. Laufenten haben gegenüber Hühnern den Vorteil das sie kaum fliegen können, den Rasen nicht kaputtscharren, kaum Blumen zerstören und absolut wetterunempfindlich sind.

Leider haben wir den Fehler gemacht, Küken zu kaufen, weil wir dachten, dass diese sich leichter an Hunde gewöhnen als erwachsene Enten (das hat sich nicht bestätigt). Unsere 4 handaufgezogenen Enten entpuppten sich dann auch alle als Erpel, die sich nach der Pubertät nicht mehr vertrugen, so dass wir 3 Erpel leider abgeben mussten. Nachdem unser verbliebener Erpel seine zwei Damen zur Gesellschaft bekommen hat, sieht er auch uns und unsere Hunde als „Konkurenten-Enten“ an und greift uns seitdem regelmäßig an. Zum Glück bleibt es meist bei Schein-Attacken und mit seinem stumpfen Schnabel kann er keinen wirklichen Schaden anrichten.
Andererseits ist er handzahm und folgt uns im Garten überall hin. Eine der später zugekauften Enten, unsere blaue Ally, ist ebenfalls handzahm und hat auch vor den Hunden wenig Respekt.

Ihren Job als
Schneckenkiller haben die Enten zur vollsten Zufriedenheit erfüllt: eine
Schnecke in unserem Garten zu finden ist fast wie ein Lotto-Gewinn!
Dem Rasen hat ihr Einsatz als Entferner von Moos, Löwenzahn und Klee ebenfalls gut getan (vielleicht war es aber auch der Enten-Dünger...).

Die Nachbarskatzen
meiden unseren Garten seit einiger Zeit ebenfalls. Hund und Ente waren ihnen
dann wohl doch zu viel, da der Erpel auch Katzen jagt!
Die Enten erfreuen uns seit Dezember(!) 2002 mit ein oder zwei leckeren Frühstücks-Eiern täglich.

Trotzdem die
Kelpie-Hündin Paiper gelegentlich ihr Hütetraining an den Enten absolviert, hat
sich das entspannte Verhältnis zu den Hunden nicht verändert. Dem Hund nehmen
die Enten irgendwelche Treibaktionen auch viel weniger übel als uns Menschen.
Für Border-Collie- und Kelpie-Besitzer können Laufenten eine Alternative zu Schafen sein. Man muss den Hund allerdings sehr vorsichtig an die Enten heranführen, denn In-die-Enten-hineinrennen, wildes Hetzen oder gar Schnappen kann den Tod für die empfindlichen Enten bedeuten. Darüber hinaus sind die Enten schneller erschöpft als zum Beispiel Schafe.

Wer sich für
Laufenten-Haltung interessiert sollte sich unter http://www.laufenten.de/, http://www.runnerduck.de
oder http://www.laufi.de/ über alles Wissenswerte informieren.
Was so
ausdrücklich nicht auf diesen Seiten steht: Laufenten brauchen nicht nur Wasser
als Badegelegenheit, sondern verschmutzen jegliches Wasser innerhalb kürzester
Zeit. Aus einem kleineren gepflegten Gartenteich machen sie binnen Tagen ein
stinkendes Schlammloch. Am besten ist daher ein eigener Badeteich mit einer
leistungsstarken Filteranlage.
Sie fressen
tatsächlich wenig Blumen, können bei kleineren Gärten aber schon Schäden
anrichten, besonders, wenn sie sich auf die Blumenbeete legen.
Handzahme Enten
folgen ihren Menschen auch auf Wege und Terrassen und verschmutzen diese dann
auch.
Das größte Problem ist das rechtzeitige Einsperren der Laufis in einem mardersicheren Stall bei Dunkelheit. Vor allem im Winter ist es schwierig, wenn man nicht den ganzen Tag zu Hause ist, da es morgens erst spät hell und abends früh dunkel wird. Wir haben deshalb eine Stallbeleuchtung und eine automatische Hühnerklappe für die Enten installiert.

In Niedersachsen
müssen darüber hinaus alle Enten seit 2003 beim Kreisveterinäramt angemeldet
werden (noch kostenlos).